Chronik

Aus der Chorchronik seit der Gründung des Chores im Jahre 1958

„Musik ist tongewordene Zeit. Sie gewährt das herrlichste Erlebnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.” (Guido Peters)

 

1958 - 1967

1966Am 13. Oktober 1958 wurde die Chorgemeinschaft unter dem  Namen „Chor der Musikfreunde Wörgl” gegründet. Chorleiter Ing. Georg Foidl führte den Chor zu beachtlichen Erfolgen. Die niveauvollen Aufführungen geistlicher und weltlicher A-cappella-Kompositionen sowie großer Chor-Orchester- Werke (u.a. Requiem und Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart, Judas Maccabäus von Georg Friedrich Händel) brachten dem Chor innerhalb kurzer Zeit hohe Anerkennung, einen großen Kreis begeisterter Konzertbesucher und Freunde im In- und Ausland (England, CSSR). Unbestrittener Höhepunkt in der noch jungen Geschichte des Chores war der erste Preis mit höchster Bewertung beim Internationalen Chorwettbewerb Eisteddfod (Nordwales).
1966 wurde der Name des Chores auf „Tiroler Motettenchor Stadt Wörgl” geändert.

 

1968 – 1977

1968Beim Festkonzert zum 10-jährigen Bestandsjubiläum gelangten das Te Deum von Marc-Antoine Charpentier und das Magnificat von Johann Sebastian Bach zur Aufführung.
Die nächsten Jahre waren geprägt von einer regen Konzerttätigkeit. Die musikalische Gestaltung von verschiedensten Festen und Feierstunden sowie die ehrenvollen Einladungen zur Mitwirkung bei den Erler Passionsspielen, bei den Ambraser Schlosskonzerten und der Eröffnung des Kongresshauses in Innsbruck wurden gerne angenommen. Konzertreisen nach Deutschland, Polen, in die Schweiz und vor allem in die USA waren für alle Sängerinnen und Sänger herausragende Ereignisse.
1976 endete die erfolgreiche Ära von Georg Foidl, und Mag. Josef Seywald wurde zum künstlerischen Leiter des Chores bestellt.
Sein erster Auftritt mit der Chorgemeinschaft war das Festkonzert „25 Jahre Stadt Wörgl” in Zusammenarbeit mit Musikdirektor Edgar Seipenbusch und dem Innsbrucker Symphonieorchester.
 
 
1978 - 1987
 
1978Für das Jubiläum „20 Jahre Tiroler Motettenchor Stadt Wörgl” widmete Cesar Bresgen dem Chor das Werk Der Herr ist mein Licht, das uraufgeführt wurde. Auch die berühmte As-Dur-Messe von Franz Schubert erklang zu diesem feierlichen Anlass.
Geistliche A-cappella-Konzerte sowie Volksliederkonzerte und Messgestaltungen im Tiroler Unterland, die Aufführungen großer Werke wie Messias und Judas Maccabäus (25-jähriges Gründungsjubiläum) von Georg Friedrich Händel, Johannespassion und Weihnachtsoratorium (Teil 1-3) von Johann Sebastian Bach, die Harmoniemesse von Joseph Haydn und die Madrigalkomödie Il Festino von Adriano Banchieri prägten das Chorgeschehen
im dritten Jahrzehnt. Überzeugende Leistungen konnte die Singgemeinschaft auch bei den zahlreichen Mitwirkungen im Rahmen der Innsbrucker Symphoniekonzerte unter Edgar Seipenbusch erbringen. Die Altrhapsodie von Brahms, Schumanns Paradies und die Peri und Honeggers Jeanne d`Arc, um nur drei zu nennen, wurden für alle Chormitglieder zu besonderen Herausforderungen.
Erlebnisreiche Chorreisen mit musikalischen und gesellschaftlichen Höhepunkten führten nach Deutschland (Aachen) und Belgien, Rom (Mitwirkung bei der Papstmesse im Petersdom), Graz und Wien.
 
 
1988 – 1997
 
1988Zum 30-jährigen Gründungsjubiläum erklang in Wörgl Händels Messias.
Der große Bogen der Konzerte der folgenden Jahre umfasste ein breites Spektrum geistlicher und weltlicher Chormusik von der Renaissance bis zur Moderne.
Aufführungen in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Academia Vocalis Tirolensis in Wörgl sowie abwechslungsreich gestaltete Konzerte mit Themenschwerpunkten wie „Frühling”, „Weihnachten”, „Ostern” und „Mozart in Wörgl” wurden dem immer wieder begeisterten Publikum präsentiert. Seine Tradition, große Werke der Chorliteratur aufzuführen, setzte der Klangkörper in den Darbietungen des Alexanderfestes von Georg Friedrich Händel, der großen Messen in Es und As von Franz Schubert und mehrerer Kantaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johann Sebastian Bach fort.
1996 feierte Josef Seywald sein 20-jähriges Chorleiterjubiläum mit der Aufführung seines Wunschwerkes, der Messe in c-moll von Mozart, und Motetten von Anton Bruckner.
Das Elsass, Griechenland, Tschechien und Südtirol waren die Ziele von beeindruckenden Konzertreisen.
 
 
1998 – 2007
 
2003Im Frühjahr 1998 stellte der Chor dem Wörgler Publikum sein heiteres Programm „Wein, Weib und Gesang” vor.
Mit der Aufführung des Oratoriums Die Schöpfung von Joseph Haydn feierte die Chorgemeinschaft würdig ihren 40. Geburtstag.
Es folgten Mitwirkungen bei den Erler Festspielen unter der Leitung von Gustav Kuhn (2. Symphonie von Gustav Mahler,
Te Deum von Anton Bruckner), das Millenniumskonzert mit dem Dettinger Te Deum von Georg Friedrich Händel, die Chorfantasie von Ludwig van Beethoven im Rahmen der Academia Vocalis und immer wieder A-cappella-Konzerte und Messgestaltungen mit dem Programm „Jubilate Deo” in verschiedenen Orten des Tiroler Unterlandes.
Die Schöpfungsmesse von Joseph Haydn und die Bachkantate Herz und Mund und Tat und Leben erklangen zum Silbernen Chorleiterjubiläum von Josef Seywald und zu Wörgls 50-jährigem Stadtjubiläum.
Konzerte zur Passions- und Osterzeit (Stabat mater von Giovanni Battista Pergolesi, Jesu meine Freude von Johann Sebastian Bach, Alles, was ihr tut von Dietrich Buxtehude) und die Aufführungen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach waren Meisterwerke der Chorliteratur, die der Motettenchor, unterstützt durch bekannte Gesangssolisten und Orchestermusiker, mit Freude seinem Publikum zu Gehör brachte.
Weitere Veranstaltungen waren das Brahmskonzert (Chor- und Sololieder, Liebesliederwalzer und Klavierwerke), das Chor-Orchester-Konzert mit der Missa in C von Ludwig van Beethoven und der Bachkantate Du Hirte Israel, höre und das geistliche Chor- und Orgelkonzert mit der Aufführung der Missa brevis des renommierten zeitgenössischen Wiener Komponisten Wolfram Wagner.
Die bestens organisierten Konzertreisen ins Burgenland (mit Ausflug nach Bratislava), nach Budapest und Umgebung, nach Polen (Danzig) und die letzte ins mittlere Rheinland sowie die erfolgreiche Teilnahme beim Wertungssingen in Sterzing waren wiederum kulturelle und gesellige Höhepunkte.
Ein Jubiläumskonzert der besonderen Art war jenes am 18. November 2006 mit den Werken Davide penitente von Wolfgang Amadeus Mozart und Te
Deum von Michael Haydn, stand doch der geschätzte Chorleiter Josef Seywald 30 Jahre am Dirigentenpult! Gerne erinnern sich die Sängerinnen und Sänger an das überaus gelungene Konzert, die feierliche Stimmung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtpfarrkirche Wörgl und die Freude Josef Seywalds mit dem gläsernen Dirigenten, den ihm Obmann Wolfgang Sieberer als Geschenk zum Jubiläum überreichte.
Das nächste Konzert, eine Auswahl von Chor- und Orgelliteratur von der Romantik bis in die Moderne, stand unter dem Titel „Musik und die Ehre Gottes”. Der zukünftige Chorleiter Michel König aus Innsbruck wirkte als Organist mit und konnte sich bei dieser Gelegenheit dem Publikum vorstellen.
Bei der Generalversammlung am 5. Juni 2007 legte Josef Seywald sein Amt als Chorleiter nieder. In den 31 Jahren seines einfühlsamen Wirkens führte er den Chor durch konsequente Stimmbildung zu großartigen musikalischen Leistungen und Erfolgen. Vom Tiroler Sängerbund wurden seine großen Verdienste um die Chormusik mit der Verleihung des „Oswald von Wolkenstein-Ehrenzeichens in Gold” gewürdigt, der Tiroler Motettenchor wählte ihn zu seinem Ehrenchorleiter.
 
 
2007 - 2010
 
2007Den Taktstock übernahm voller Tatendrang und Pläne für neue musikalische Herausforderungen Michel König aus Innsbruck. Er führte den Chor 3 Jahre lang sehr erfolgreich. Unter seiner Leitung kam es zur Aufführung von Hugo Distlers „Der Totentanz“, „Der Messias“ von G. F. Händel „Laudate Pueri“ von G. F. Händel, Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy, „Messe in E“ von Rheinberger, des „Festival of nine lessons and charols“ in Kufstein, Rattenberg und Landeck und als letztes, äußerst erfolgreiches Konzertprojekt das „Gloria“ von Vivaldi, „Exultate, Jubilate“ von Mozart und „Magnificat“ von Rutter.
 

seit 2010
 
2012Seit September 2010 wird der Chor von Matthias Egger geleitet. Nach der „Johannespassion” von J. S. Bach im Juni 2011 stand mit dem „Requiem” von W. A. Mozart am 30.10.2011 eine zweite beeindruckende und berührende Komposition auf dem Programm. Zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte war ein Konzert bereits im Vorverkauf ausverkauft.